Impulse von Felix Behm

Neue Studie zeigt: Generation Z ist engagierter als ihr Ruf!

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Wer hätte das gedacht? Die Erwerbsbeteiligung der 20- bis 24-Jährigen klettert auf den höchsten Stand seit Jahrzehnten! Eine aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) liefert bemerkenswerte Erkenntnisse, die mit gängigen Vorurteilen über die junge Generation aufräumen.

Generation Z: Fleißiger als ihr Klischee

In der öffentlichen Debatte wird die Generation Z oft als wenig leistungsbereit und übermäßig auf Work-Life-Balance bedacht dargestellt. Junge Menschen gelten in vielen Köpfen als diejenigen, die lieber ihr Leben genießen, anstatt sich ins Berufsleben zu stürzen. Doch aktuelle Daten des IAB widerlegen dieses Bild deutlich: Seit 2015 ist die Erwerbsquote der 20- bis 24-Jährigen um über sechs Prozentpunkte gestiegen – ein erheblicher Zuwachs, der zeigt, dass sich junge Menschen aktiv am Arbeitsmarkt beteiligen.

Woher stammt das Klischee?

Die Wahrnehmung, dass junge Menschen weniger arbeiten möchten, hat sich in den letzten Jahren durch verschiedene gesellschaftliche Entwicklungen verstärkt. Social Media und Trends wie „Quiet Quitting“ haben die Vorstellung befeuert, dass die Generation Z möglichst wenig arbeiten und sich lieber auf ihr Privatleben konzentrieren möchte. Gleichzeitig berichten viele Unternehmen von Herausforderungen beim Recruiting junger Talente und interpretieren dies als sinkendes Interesse an der Arbeitswelt. Doch oft wird dabei übersehen, dass sich die Anforderungen an den Arbeitsmarkt stark verändert haben und junge Menschen einfach andere Prioritäten setzen als frühere Generationen.

Warum ist das ein überraschendes Ergebnis?

Viele Unternehmen und Medienberichte suggerieren, dass die Generation Z vor allem Wert auf flexible Arbeitszeiten, Homeoffice und einen ausgeglichenen Lebensstil legt. Natürlich sind diese Faktoren wichtig – aber das bedeutet keineswegs, dass sie weniger arbeiten wollen. Die Zahlen belegen das Gegenteil: Die Generation Z ist nicht nur bereit zu arbeiten, sondern nimmt aktiv am Berufsleben teil.

Statt sich einer klassischen 9-to-5-Kultur zu unterwerfen, fordert diese Generation eine moderne, anpassungsfähige Arbeitswelt, in der Produktivität nicht nur an Präsenzzeiten gemessen wird. Ihr hoher digitaler Wissensstand und die Fähigkeit zur Selbstorganisation ermöglichen es ihnen, effizient zu arbeiten, ohne dabei traditionelle Arbeitsstrukturen übernehmen zu müssen.

Mögliche Gründe für den Anstieg der Erwerbsbeteiligung

Welche Faktoren könnten hinter dieser Entwicklung stehen? Hier einige mögliche Erklärungen:

  1. Bessere Arbeitsmarktbedingungen: Der Arbeitsmarkt hat sich in den letzten Jahren erholt und bietet mehr Beschäftigungsmöglichkeiten für junge Menschen. Die Nachfrage nach Fachkräften steigt kontinuierlich, was den Einstieg in das Berufsleben erleichtert.
  2. Frühere und intensivere Ausbildung: Viele junge Erwachsene sind durch Praktika, Nebenjobs und duale Studiengänge bereits früh mit der Arbeitswelt vertraut. Dies führt zu einem reibungsloseren Übergang in feste Arbeitsverhältnisse.
  3. Veränderte Wertvorstellungen: Während frühere Generationen oft einen Lebensweg nach Schema F verfolgten, setzt die Generation Z auf Selbstbestimmung und finanziellen Spielraum – was sich auch in einer höheren Arbeitsbereitschaft zeigt. Der Wunsch nach finanzieller Unabhängigkeit spielt dabei eine wesentliche Rolle.
  4. Krisenerfahrungen: Die Generation Z hat wirtschaftliche Unsicherheiten durch die Corona-Pandemie und steigende Lebenshaltungskosten miterlebt, was das Bewusstsein für berufliche Sicherheit geschärft haben könnte. Viele junge Menschen möchten sich durch Arbeit eine stabile finanzielle Basis schaffen.
  5. Neue Arbeitsmodelle: Die Digitalisierung hat es ermöglicht, dass junge Menschen flexibler arbeiten können – sei es durch Remote Work, Freelancing oder digitale Nebenjobs. Dies eröffnet ihnen mehr Möglichkeiten, aktiv am Arbeitsmarkt teilzunehmen.

Ein weiteres Klischee weniger!

Die Zahlen des IAB zeigen deutlich: Die Generation Z ist engagiert, arbeitswillig und keineswegs faul. Die alten Vorurteile über eine arbeitsscheue Jugend halten sich hartnäckig – doch die Realität sieht anders aus. Arbeitgeber sollten sich also von überholten Klischees verabschieden und die Potenziale dieser jungen Generation erkennen.

Ein Umdenken in den Unternehmen ist erforderlich: Statt die Generation Z als Herausforderung zu betrachten, sollten Betriebe ihre Stärken erkennen und fördern. Eine moderne Unternehmenskultur, die Flexibilität, Wertschätzung und Entwicklungsmöglichkeiten bietet, wird die junge Generation langfristig an sich binden können.

Was denkt ihr? Hat sich euer Bild von der Generation Z verändert? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Schreibt es in die Kommentare!

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Über den Autor Felix Behm

Speaker Generation Z

Felix Behm ist Keynote Speaker und führender Experte zum Thema Generation Z.

Er ist Autor der Bücher „Generation Z – Ganz anders als gedacht“ und „Generation Z begeistern und binden„.