Impulse von Felix Behm

„School next level“ oder auch Schule fürs Leben: Warum Jugendliche mehr brauchen als Unterricht

Felix Thönnessen x Felix Behm

Viele Jugendliche verlassen die Schule mit einem Abschluss – aber ohne echte Orientierung.

Sie haben Formeln gelernt, Gedichte analysiert und Präsentationen gehalten. Doch wenn es um Fragen wie Selbstbewusstsein, Geld, Entscheidungen oder Karrierewege geht, fühlen sich viele unsicher.

Genau darüber spricht Generationenexperte Felix Behm in dieser Podcastfolge mit Unternehmer und Investor Felix Thönnessen.

Im Mittelpunkt steht ein Projekt, das genau dort ansetzt, wo das klassische Schulsystem an Grenzen stößt: „School Next Level“.


Die Lücke zwischen Schule und Leben

Felix Thönnessen bringt es im Gespräch auf den Punkt: Viele Fähigkeiten, die später im Leben entscheidend sind, werden in der Schule kaum vermittelt.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • Selbstbewusstsein
  • finanzielle Bildung
  • Kommunikation
  • unternehmerisches Denken
  • Orientierung bei der Berufswahl

Dabei betont er ausdrücklich: Es geht nicht darum, Schule schlechtzureden.

Im Gegenteil.

Das Projekt versteht sich bewusst als Ergänzung zum bestehenden Bildungssystem – als Angebot, das Jugendliche auf andere Weise stärkt.  

Der Fokus liegt weniger auf klassischem Fachwissen. Stattdessen geht es um Kompetenzen, die im echten Leben eine große Rolle spielen.


Wenn Möglichkeiten zur Überforderung werden

Ein spannender Punkt im Gespräch ist die Frage nach den vielen Möglichkeiten, die junge Menschen heute haben.

Früher gab es deutlich weniger Auswahl.

Weniger Studiengänge.

Weniger Ausbildungsberufe.

Weniger Karriereoptionen.

Heute ist die Situation genau umgekehrt.

Jugendliche können zwischen hunderten Ausbildungswegen und tausenden Studiengängen wählen. Was zunächst nach Freiheit klingt, führt oft zu einem anderen Problem: Überforderung.

Felix Thönnessen beschreibt es mit einem einfachen Bild.

Früher gab es in der Eisdiele vielleicht sieben Sorten. Heute sind es dutzende – mit immer feineren Unterschieden.

Je größer die Auswahl, desto schwieriger wird die Entscheidung.

Gerade junge Menschen stehen deshalb häufig vor der Frage:

Welcher Weg ist eigentlich meiner?


Was Jugendlichen in der Schule oft fehlt

Viele Jugendliche wissen zwar, dass sie später etwas „machen wollen“. Aber sie wissen nicht genau, was zu ihnen passt.

Im Podcast beschreibt Felix eine Begegnung mit Schülerinnen und Schülern.

Ein Jugendlicher sprach fünf Sprachen.

Ein anderer hatte besondere Interessen im Bereich Nachhaltigkeit.

Doch trotz dieser Fähigkeiten wussten viele nicht, wie sie daraus eine berufliche Perspektive entwickeln könnten.

Hier setzt das Konzept von „School Next Level“ an.


Ein Wochenende für Mindset, Mut und Orientierung

Das Format ist bewusst kompakt aufgebaut.

Jugendliche im Alter von etwa 13 bis 19 Jahren treffen sich an einem Wochenende und arbeiten mit Coaches, Unternehmern und Experten an Themen, die im Alltag oft zu kurz kommen.

Dabei geht es unter anderem um:

  • Selbstbewusstsein und Mindset
  • Umgang mit Mobbing
  • Kommunikation und Rhetorik
  • finanzielle Bildung
  • Karriereorientierung
  • Unternehmertum

Ziel ist es, Jugendliche zu ermutigen, ihren eigenen Weg zu entdecken.

Nicht durch theoretische Vorträge, sondern durch praxisnahe Impulse und Begegnungen mit Menschen, die unterschiedliche Lebenswege gegangen sind.


Lernen von Menschen mit echter Erfahrung

Ein besonderer Aspekt des Konzepts ist die Mischung der Persönlichkeiten.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer treffen dort nicht nur auf klassische Coaches oder Trainer. Auch junge Unternehmer, Influencer oder Experten aus ungewöhnlichen Berufsfeldern sind dabei.

Diese Vielfalt soll zeigen, wie unterschiedlich Lebenswege aussehen können.

Manche entdecken vielleicht Interesse an Unternehmertum. Andere erkennen ihre Stärken in Kommunikation oder Kreativität.

Wichtig ist dabei vor allem eines: Perspektiven zu eröffnen.


Mindset als Schlüsselkompetenz

Ein Thema, das Felix Thönnessen besonders wichtig ist, betrifft das Mindset junger Menschen.

Gerade in den prägenden Teenagerjahren entstehen viele Überzeugungen über sich selbst.

  • Bin ich mutig genug?
  • Traue ich mir etwas zu?
  • Was sind meine Stärken?

Viele Erwachsene wünschen sich rückblickend, solche Fragen früher reflektiert zu haben.

Genau deshalb steht das Thema Selbstbewusstsein im Zentrum vieler Inhalte des Events.


Finanzbildung: Ein blinder Fleck im Bildungssystem

Ein weiteres Thema, das im Gespräch mehrfach auftaucht, ist finanzielle Bildung.

Viele junge Menschen verlassen die Schule, ohne grundlegende Kenntnisse über Geld, Investitionen oder wirtschaftliche Zusammenhänge zu haben.

Dabei interessieren sich durchaus viele Jugendliche dafür.

Das Problem ist oft der fehlende Zugang.

Wenn dieses Interesse nicht gefördert wird, verschwindet es irgendwann wieder.

Die Folge: Potenzial bleibt ungenutzt.


Für wen ist das Angebot gedacht?

Das Projekt richtet sich vor allem an Jugendliche zwischen 13 und 19 Jahren.

Entscheidend ist dabei weniger das Alter – sondern die Haltung.

Teilnehmen sollen junge Menschen, die:

  • neugierig sind
  • offen für neue Themen
  • bereit, sich weiterzuentwickeln

Auch Eltern spielen eine Rolle.

Denn häufig sind sie diejenigen, die solche Angebote entdecken und ihren Kindern ermöglichen.


Bildung braucht neue Impulse

Das Gespräch zeigt sehr deutlich: Die Herausforderungen für junge Menschen haben sich verändert.

Mehr Möglichkeiten bedeuten auch mehr Unsicherheit.

Mehr Optionen bedeuten auch mehr Entscheidungen.

Deshalb braucht es neben der klassischen Schule auch neue Formate, die Orientierung geben.

Nicht als Ersatz für Bildung.

Sondern als Ergänzung.


Fazit

Viele Jugendliche stehen heute vor einer paradoxen Situation.

Sie haben mehr Möglichkeiten als jede Generation zuvor – und gleichzeitig oft weniger Orientierung.

Genau hier setzt „School Next Level“ an.

Das Projekt will jungen Menschen Mut machen, ihre Stärken zu entdecken, neue Perspektiven kennenzulernen und sich mit Themen auseinanderzusetzen, die im Leben wirklich relevant sind.

Denn am Ende geht es nicht nur darum, Wissen zu vermitteln.

Sondern darum, Menschen auf ihr Leben vorzubereiten.

Die komplette Podcastfolge gibt es HIER.

Über den Autor Felix Behm

Speaker Generation Z

Felix Behm ist Keynote Speaker und führender Experte zum Thema Generation Z.

Er ist Autor der Bücher „Generation Z – Ganz anders als gedacht“ und „Generation Z begeistern und binden„.